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PETER BÖSCH, HALLAU SH

Jean-Pierre Ritler | 09.11.2015 |

PETER BÖSCH, HALLAU SH


Die naturnahen Weine des Peter Bösch

Zufrieden steckt Swiss Tavolata-Gastgeber Peter Bösch seinen Kopf aus dem Fenster seines Winzerhäuschens inmitten der Rebberge von Hallau. Von hier hat er einen atemberaubenden Blick über die Trauben hinweg Richtung Süden. Das Häuschen steht in einem seiner vier Lagen, der Kleinwinzer besitzt insgesamt einen Hektar Rebberge.  

 

„Damit mache ich pro Jahr 10’000 bis 12’000 Flaschen“, erklärt Peter. Eine Menge, die auch schnell verkauft wird. Der grösste Teil geht an seine Privatkundschaft, der Rest an Restaurant und Hotels. „Sogar nach Deutschland exportiere ich“, sagt der Winzer sichtlich stolz. 

 

Peter Bösch_Swiss Tavolata.01

Einer der Rebberge von Peter Bösch in Hallau.

 

Die Rebberge sind das Reich des ehemaligen Förster, hier arbeitet er die meiste Zeit alleine. „Nur manchmal hilft mir mein Schwiegervater.“ Bei der Lese ist das natürlich anders, dann sind viele Hände gefordert, damit die Trauben innert drei bis vier Tagen im Keller sind. Dann lädt Peter Bösch seine Weinkunden, Bekannte und Verwandte ein – und manchmal auch ganz spezielle Gäste. Dieses Jahr hat der FC Schaffhausen mitgeholfen, die Spieler der 1. Mannschaft haben bei ihm ein ganz spezielles Training gemacht. „Aus den dort geernteten Trauben mache ich einen eigenen Wein für den FC Schaffhausen, der dann als Ehrenwein an Sponsoren verschenkt wird.“ 

 

Peter Bösch_Swiss Tavolata_02

Das Sortiment von Peters Weine. 

 

Die Trauben landen im Keller von Peters Nachbarn. Der ist Önologe und mit ihm zusammen vinifiziert Peter seine Weine. Im ganzen Prozess achtet er aus Überzeugung auf einen möglichst schonenden Ausbau. „Vielleicht weil ich aus der Forstwirtschaft komme, schon dort sehr naturnahen Waldbau betrieben haben. Man muss nicht immer nur nehmen, man muss den Reben auch etwas geben.“ Was bedeutet: Keine schweren Traktoren im Rehberg, natürlich Düngung, viel Handarbeit. „Die Rebe ist mir dafür dankbar“, sagt Peter. In dieser  integrierten Produktion schaut er auf Nützlinge im Rebberg, begrünt den Boden. „Das funktioniert, aber man muss es sehr konsequent machen.“

 

Das Naturnahe setzt sich im Keller fort. „Da wir so klein sind, kann ich mir mehr Zeit bei der Vinifikation nehmen. Grosse Kellereien erwärmen ihre Maische, damit der Wein schneller gärt und mehr Farbe aus den Trauben kommt. Ich muss das nicht.“ Er macht eine sogenannte offene Kaltgärung, dabei werden die Trauben bei normalen Temperaturen langsam verarbeitet. „Damit hole ich viel mehr Aromatikstoffe raus.“ Mit diesem Verfahren bleiben die Trauben zwischen fünf bis zehn Tage auf der Maische, bei grossen Betrieben muss das deutlich schneller gehen. 

 

Hallau ist die Metropole im Schaffhauser Blauburgunder-Land. „Das ist die Königin der Rebsorten. Sie hat nur einen winzigen Haken: Die Traube gibt nicht soviel Farbe ab“, erklärt Peter. Und an dieser Stelle ist es wieder mal an der Zeit, auf einen bei Weintrinker weit verbreiteten Irrtum hinzuweisen: Noch immer glauben einige, dass nur ein dunkler Wein ein guter Wein ist. Oder dass helle Weine weniger Aromatik haben oder zu dünn sind. Das ist falsch! Ob ein Wein hell oder dunkel ist, liegt in erster Linie an der jeweiligen Traube. Die Farbpigmente sitzen in der Traubenschale und nicht jede Sorte gibt während der Gärung gleichviel Farbe ab. Natürlich kann man Tricks anwenden und zum Beispiel den Most erwärmen. Doch Peter Bösch ist gegen solche Methoden, er kann es sich leisten, den Wein schonend herzustellen.

 

Dass das eine weise Entscheidung ist, zeigt das Resultat in der Flasche, von dem sich die Swiss Tavolata-Gäste bei ihrem Besuch bei Peter persönlich überzeugen können!

 

Im nächsten Blog: Wie Peter Bösch zu einem Caterer wurde und welche kulinarischen Köstlichkeiten die Swiss Tavolata-Gäste bei ihm erwarten.  

 

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Links: Der stolze Winzer in seinem Rebberg. Rechts: Natürlich kredenzt Peter Bösch am Swiss Tavolata-Essen seine eigenen Weine. 

 

 


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