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Gastgeberinnen erzählen - Melanie Ramser aus Oberbalm BE

| 26.10.2017 |

Gastgeberinnen erzählen - Melanie Ramser aus Oberbalm BE


Das Jonglieren mit Planung und Flexibilität

Oft stellt man sich das Leben einer Bäuerin sehr romantisch vor: das alte Bauernhaus, der Landhaus-Stil, die sanfte Hügellandschaft, die Kuhglocken, das Leben im Einklang mit der Natur. Der Alltag einer Bäuerin ist aber weitaus mehr als das - er ist oft harte Knochenarbeit, fordert akribisches Planen und Flexibilität zugleich, um sich den Umständen anzupassen.

 

Ich bin Bäuerin, Mutter dreier Kindern, Hausfrau und SWISS TAVOLATA Gastgeberin. Ich lebe mit meinen drei Kindern Moana (7), Diego (5,5) und Elio (4) und meinen Mann Philipp auf einem Bio-Bauernbetrieb und unser Ziel ist, eines Tages nicht nur auf dem Hof leben sondern vom Hof leben zu können. Bei uns ist Nachhaltigkeit gross geschrieben. Wir versuchen, so schonend wie möglich zu arbeiten und zu produzieren. Unsere Kinder wachsen mit der Natur auf und sind grösstenteils selbständig. Sie lieben es, Teil dieses Lebens zu sein und packen mit an.

 

Da wir viele unterschiedliche Arbeiten drinnen und draussen erledigen, erstelle ich jeweils eine Wochenplanung. So weiss ich bereits im Voraus, welche wichtigen, dringenden Arbeiten anstehen und was sonst noch gemacht werden muss oder auf später verschoben werden kann. Und trotz Planung ist es sehr wichtig, dass wir immer flexibel bleiben und denken. Denn unser Leben wird auch von den Umständen geprägt: Das Wetter, die Jahreszeiten, die Launen der Kinder, die Ansprüche der Tiere, die Menschen, die uns bei Erntespitzen helfen, eigene Motivation usw.

 

Unser Tag startet immer etwa gleich. Nachdem wir alle gemeinsam gefrühstückt haben, machen sich alle auf ihren Weg. Diego wird um 07.00 Uhr mit dem Kindergartenbus  unten bei der Postautohaltestelle abgeholt. Moana fährt mit dem Velo in die Schule und Elio und ich begleiten sie. Nach der Rückkehr bleiben mir ein paar Stunden am Morgen und am Nachmittag, um Arbeiten zu erledigen. Meistens bereite ich das Mittag- und Abendessen vor. Dafür verwende ich fast alles vom Hof - Kartoffeln, Gemüse, Getreide, Süssmost, Fleisch. Oftmals koche ich die doppelte oder dreifache Menge und friere das Essen ein. Ein Ritual mit unseren Kindern ist es, an Regentagen Cake und Kuchen zu backen und diese, einzeln geschnitten, einzufrieren. So haben wir schnell ein feines Zvieri parat. Seit diesem Sommer haben wir eine Lehrtochter (Bildungsjahr Hauswirtschaft). Ramona lebt mit uns zusammen und lernt unsere Arbeiten kennen und unterstützt uns im Haus und Hof.

 

Der Jüngste, Elio, folgt mir auf Schritt und Tritt, spielt alleine neben mir oder ist oft im grossen Sandkasten. Ich kümmere mich um die Hof- und Gartenarbeit, was sehr vielseitig und abwechslungsreich ist. Eine Liste aufzuführen wäre lange, je nach Jahreszeit stehen andere Sachen im Vordergrund. Jetzt gerade sind wir am Äpfel auflesen, um diese dann in die dorfeigene Mosterei zu bringen. Mehrmals in der Woche bewege  ich unsere drei Freiberger Pferde(je nach Wochentag erteile ich Reitstunden, reite mit unseren Kindern aus oder ich geniesse einen Ausritt mit Philipp oder ganz alleine zum Abschalten in der Natur). Weitere Arbeiten sind Getreide zur Mühle bringen und Mehl abpacken für den Verkauf. Auch backe ich grossenteils unsere Brote und Gebäcke selber. Die Direktvermarktung mit dem Rindfleisch ist mein Aufgabengebiet. Bei den Stallarbeiten oder für die Ernte helfe ich mit, wo Not am Mann ist.

 

Als SWISS TAVOLATA Gastgeberin liebe ich es, für Gäste zu kochen. Das Kochen und Backen macht mich zufrieden und ist eine „Arbeit“, die ich gerne tue und von der Familie sehr geschätzt wird. Mir ist eine gesunde, regionale Ernährung wichtig. Es ist toll, seine Produkte zu verarbeiten und den Gästen hier auf dem Hof in unserem alten Getreidespeicher von 1782 zu servieren.

 

Am Tagesende lassen wir mit den Kindern meistens den Tag revue passieren und erzählen uns, was wir erlebt haben. Wenn die Kinder im Bett sind, ist immer noch Zeit für mich und meinem Mann, um Freunde zu sehen, nichts zu tun oder Mittwochabends in die Brassband zu gehen.

 

 


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SWISS TAVOLATA

Tösstalstrasse 77

CH-8400 Winterthur

Schweiz